Über Story Points.

Über Story Points

Einleitung

Story Points werden oft von agilen Teams verwendet – aber nach meiner Erfahrung werden sie häufig missverstanden oder falsch eingesetzt. Mit dem richtigen Ansatz können Story Points jedoch mehr als nur bei der Aufwandsschätzung helfen. Sie können tatsächlich die psychologische Sicherheit und offene Kommunikation fördern, die leistungsstarke Teams brauchen.

Das Geheimnis hinter effektiven Teams

Tech-Teams effektiv zu machen, ist die Kernverantwortung von CTOs und Führungskräften in der Technik. Eine der einflussreichsten Ressourcen zu diesem Thema ist Googles “Project Aristotle”. Ihre Forschung ergab, dass die leistungsstärksten Teams ein entscheidendes Merkmal teilen: eine Kultur, in der sich jeder sicher fühlt, sich zu äußern.

Wenn Teammitglieder wissen, dass ihre Stimme zählt, tragen sie eher Ideen bei, äußern Bedenken und arbeiten produktiv zusammen. Leider funktionieren nicht alle Teams so. In einigen dominieren starke Führungskräfte, verteilen Aufgaben und erwarten, dass alle sich fügen. Auch wenn dies effizient erscheinen mag, schränkt es letztlich Zusammenarbeit und Innovation ein.

Wo Story Points ins Spiel kommen

Was hat das also mit Story Points zu tun?

Im besten Fall geht es bei Story Points um mehr als nur Schätzung – es geht um Beteiligung. In einer typischen Refinement- oder Schätzungsrunde überprüft das Team gemeinsam neue Aufgaben oder User Stories. Dann, mittels Planning Poker, decken alle gleichzeitig ihre Schätzungen auf.

Dieser Prozess bewirkt zwei wichtige Dinge:

  • Stellt sicher, dass alle gehört werden: Wenn Schätzungen stark variieren (sagen wir, eine “3” von einer Person und eine “21” von einer anderen), öffnet das die Tür für Diskussionen. Warum haben die Leute die Dinge so unterschiedlich gesehen? Was hat eine Person bemerkt, das andere übersehen haben?
  • Schafft gemeinsames Verständnis: Indem diese Unterschiede besprochen werden, gelangt das Team zu einem gemeinsamen Verständnis sowohl der Aufgabe als auch der damit verbundenen Herausforderungen. Das bedeutet, dass alle besser vorbereitet sind, ihren Beitrag zu leisten.

Mehr als nur eine Zahl

Story Points sind nicht nur eine Zahl, die Sie einer Aufgabe zuweisen – sie sind ein Werkzeug zum Aufbau stärkerer Teams. Wenn alle am Schätzungsprozess beteiligt sind, schaffen Sie eine Umgebung, in der sich Menschen wohl fühlen, ihre Perspektiven zu teilen. Dies ist das Fundament psychologischer Sicherheit und der Schlüssel zum Aufbau eines effektiven, belastbaren Teams.

Fazit

Wenn Sie Story Points nur verwenden, um Velocity zu verfolgen oder Deadlines vorherzusagen, verpassen Sie ihren wahren Wert. Nutzen Sie sie als Mittel, um Gespräche anzuregen, Beteiligung zu fördern und Verständnis in Ihrem Team aufzubauen.

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